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Impact XL 09 - eine Erfolgsstory

"Wir gestalten und schreiben am Ostermontag zwei große Grußkarten, lassen die von allen ca. 1.100 Teilnehmern inklusive unserer 280 Mitarbeitern unterschreiben und schicken diese dann nach Winnenden“. Mit diesen Worten begrüßt Markus Jock, Leiter des Impact-Jugend-Festivals und von Youth Alive Baden-Württemberg uns zum Frühstück. Zum 'Pastorentag' sind wir an diesem Ostersamstag aus München nach Schwäbisch Hall gefahren. 145 Teilnehmer aus Bayern-Süd sind dabei. "Nach mehreren kleineren Anfängen hat Gott unser Gebet erhört und es sind über 1.000 Dauerteilnehmer gekommen, auch unser Präses Roman Siewert kommt am Sonntag und Montag“, so Markus Jock weiter. "Wir waren mit mehreren vorherigen Impacts eben genau in dieser Albertville-Realschule, in der vor Kurzem der Amoklauf war“. Beim Gedenken an die Tragödie von Winnenden will am Montag auch die 1. Bürgermeisterin aus Schwäbisch-Hall dabei sein. "Wir sind in dieser Stadt nach anfänglicher Skepsis hochwillkommen“.

Wir gehen in die Halle. "Good Wheather Forecast“, eine Ska-Band aus Nürnberg, hat die Jugendlichen standesgemäß begrüßt. 15 Jahre ist das jüngste Bandmitglied. Die Jugendlichen gehen gleich von Anfang an mit: "Gestern mussten wir auch die Empore aufmachen“, freut sich Iwan Masalyka, der Youth Alive Bayern-Nord in der Impact-Leitung vertritt. Impact wird gemeinsam von mehreren Region des BFP durchgeführt. Rainbow, die Lobpreisband aus Bremen fährt voll auf. Das gefällt den Jugendlichen, der Schlagzeuger macht seine Sache besonders gut. Dass Jesus wirklich frei macht, drücken die Jugendlichen auf ihre Weise aus. Hüpfend und tanzend geht es quer durch die Halle. Lasershow, allein 10 Computer-Lichtscanner hinten auf der Bühne, rücken die Szenerie in das rechte Licht. Hochprofessionell geht es hier zu, aber auch geistlich tief. Ein prophetisches Lied der Sängerin von Rainbow lässt Markus Jock spontan entscheiden: Jetzt kommt sofort die Predigt.  

Hans-Peter Zimpfer, Pastor in Freiburg, erzählt in dieser sein Lebenszeugnis. "Ich bin im Kinderheim aufgewachsen, weil meine Eltern mich nicht wollten.“ Sehr offen und ehrlich stellt er seine Geschichte dar. "Bei Jesus bist du wertvoll, egal welches Gefühl dir Menschen gegeben haben“. Seine Botschaft trifft mitten ins Herz. Viele Jugendliche kommen nach der Predigt zum Gebet nach vorne.

Während über Mittag in der Halle große Banner, die die Eigenschaften Gottes beschreiben, für den Gebetsabend mit anschließendem Abendmahl an der Decke aufgehängt werden, steht der Technikworkshop eng gedrängt um das Licht-Mischpult. Weiter vorne werden die Jugendlichen des Tontechnikworkshops in die neusten Welten der digitalen Sound-Technik eingeführt, was die Herzen höher schlagen lässt. Nachwuchsförderung pur. .

Genüsslich aalt sich ein Teil unserer Münchner Jugenddelegation in der sommerlich warmen Ostersonne, während Tanja und Anastasia Basketball gewählt haben, Sylvia hat sich für den Gospel-Chor-Workshop entschieden - Auftritt inklusive. Die "Sportler für Christus“ kommen aus dem Hunsrück, sie haben das Fußballprogramm organisiert, ein Haufen Pokale warten auf die Gewinner. "Wir haben intensiv darum gebetet, dass das Wetter gut wird“, sagte uns Markus Franz, Jugendpastor in Dresden, der uns über das weitläufige Impact-Gelände führt. Wenn das keine Gebetserhörung ist. Überall wuselt es von Teilnehmern und Mitarbeitern. An den Farben der Halsbänder kann man die Funktion erkennen, 35 haben rote Bänder, das ist das Seelsorge- und Gebetsteam. 24/7-Gebet wird in einem Klassenraum angeboten - auch das ist in dieser Schule möglich...    

Ulrike Hahn, Trainerin der Firma XPAND, führt den Jugendlichen im Power-Workshop Tipps für die richtige Berufswahl vor Augen. Während wir in die Aula, die gleichzeitig die Mitarbeiter-Oase ist, gehen, kommt der Workshop von Jürgen Opitz (Friedrichshafen) aus dem Klassensaal herausgeströmt. Da ist es wegen der Hitze und der Fülle nicht auszuhalten, deswegen verlegt man das Seminar einfach ins Freie. Das Thema ist Fein sein, wobei es nicht um äußere, sondern um innere Schönheit geht. "Ich schaffe auch nicht immer eine persönliche Zeit mit Jesus zu haben“, ist er zu den Teilnehmern sehr ehrlich Die Themen sollen den Alltag der Jugendlichen treffen, nicht abgehoben sein, erklärt uns Dave Sandu, der stellvertretender Leiter des Festivals ist und YA Rheinland-Pfalz vertritt. Das Leitungsteam ist sehr gut aufgestellt und macht einen sehr entspannten Eindruck auf uns als Besucher.    

In Elfis Hüpfburg geht es um den ganzen Einsatz. Nein, das ist nicht nur eine "gewöhnliche Kinder-Hüpfburg“, sondern es ist fast wie ein Hindernisrennen, durch diese Burg durchzukommen. Hans aus Rosenheim hat die zweitgrößte  teilnehmende Jugendgruppe nach Schwäbisch Hall gebracht. Schade, dass es nur einen dieser Riesenpokale für die Jugend der FCG Lindau gab. Hans, der für das Funprogramm zuständig ist, berichtet mit leuchtenden Augen vom Maßkrugstemmen und Hau den Lukas, echt bayerisch, mit Blasmusik. Leider bricht am Nachmittag der Lukas-Hammer, so dass der Spaß erstmal vorbei ist.

Um den Innenhof sind etliche "Fressbuden“ aufgebaut. Hier kann man auch mit Impact-Dollar bezahlen, der festivalinternen Währung. So verpflegen sich die Jugendlichen mit Döner, Pizza und Pommes selbst, keine Einheitsverpflegung. Das gesunde Angebot ist wohl ein wenig zu dünn ausgefallen, ist die Rückmeldung der Jugendlichen, die das hier wie ein Mini-Christival finden.  Auch nicht schlecht, das von der "Pommes-Generation“ zu hören...

Leider können wir beim abendlichen Gebetsgottesdienst und Abendmahl im Stadion nicht mehr dabei sein. Die Bilder davon aber sind beeindruckend. Über 1000 Kerzen brennen zum Abendmahl im weiten Rund des Stadions. "Es ist geistlich immer tiefer geworden“, berichtet mir Martin, der die Internetseite www.impact-xl.de realisiert hat. Im Gästebuch brummen die Einträge nur so, natürlich in lockerer Jugendsprache. Wie hat dir unser neuer Präses gefallen, will ich von meiner Tochter nach Festivalende wissen. "Cool war er, er will das nächste Mal bei den Jungs im Schlafsaal mit den 500 auf der Isomatte pennen…“

Der Tag in Schwäbisch-Hall hinterlässt tiefe Eindrücke. Diese Generation ist nicht unwillig oder faul, sie will dienen. Und sie sucht Jesus. "Jede Generation muss vor Gott stehend gemeinsam ihre eigenen Erfahrungen machen“, meint Markus Jock abschließend. "Dabei wollen wir ihnen helfen und dafür Raum geben“. Recht hat er. Schön, dass sich die Jugendleiter dafür ganz hingeben und das möglich machen.

Frank Uphoff